Ausbildungsgewässer des TSC Plettenberg, der auch die erforderliche Tauchgenehmigung erteilt. - KOSTENLOS - Einstieg über eine Treppe, direkt an der Strasse. Parkstreifen ca.100m hinter dem Restaurant am Taucherschild ist kostenfrei. Es geht sofort ziemlich steil in die Tiefe bis ca.25-30m. Fische und Bewuchs sind spärlich vorhanden.

Grundvoraussetzungen zum Angeln:
Wer in NRW angeln möchte, muss grundsätzlich im Besitz eines Fischereischeins sein, der nach erfolgreich bestandener Fischerprüfung erteilt wird. Zusätzlich wird ein Fischereierlaubnisschein für das Gewässer benötigt, welches beangelt werden soll.
Fischerprüfung - Jugendfischereischein
Die Fischerprüfung soll sicherstellen, dass der Angler umfangreiche Kenntnisse über die verschiedenen Fischarten, die waidgerechte Zusammenstellung von Fanggeräten , die Behandlung gefangener Fische und über fischereirechtliche und tierschutzrechtliche Bestimmungen besitzt.
Verschiedene Vereine bieten Vorbereitungslehrgänge an . Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, erhalten den Fischereischein erst nach der erfolgreich abgelegten Fischerprüfung. Wer zwischen 10 und 16 Jahren alt ist, erhält den Fischereischein als Jugendfischereischein auch ohne Prüfung.
Jugendliche, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, können die Fischerprüfung ablegen und erhalten dann den Fischereischein.
Auskünfte über Vorbereitungslehrgänge und Prüfungstermine sind bei den Unteren Fischereibehörden (Ordnungsämter der Kreise oder kreisfreien Städte) erhältlich.
Jeweils 50 % der Fischereischeinkosten kommen der Fischereiabgabe zugute, aus der fischereiliche Projekte finanziert oder gefördert werden können.
Gäste aus dem Ausland
Angler aus anderen Ländern müssen ebenfalls einen Fischereischein lösen, um hier dem Fischfang nachgehen zu können. Der Fischereischein wird ausländischen Besuchern ohne Ablegung der Fischerprüfung erteilt, wenn sie nachweisen, daß sie die für die Ausübung des Fischfangs notwendige Kenntnisse besitzen.
Der Fischereischein ist bei den Unteren Fischereibehörden (Ordnungsämter der Kreise oder kreisfreien Städte) erhältlich. Zusätzlich ist für das zu beangelnde Gewässer ein Fischereierlaubnisschein (Gastkarte) zu erwerben.
Gäste aus anderen Bundesländern
In anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland ausgestellte Fischereischeine gelten auch in NRW, soweit der Inhaber in diesem anderen Land seinen ständigen Wohnsitz hat oder zum Zeitpunkt der Erteilung des Fischereischeins hatte.
Weitere Informationen und Tagesscheine im Angelheim der Sportanglervereinigung Oestertal e.V. unterhalb der Staumauer.
Am 23. März 1903 wurde die Baugenehmigung erteilt. Der Bau war mit vielen Hindernissen verknüpft. Die Entwicklung hat gezeigt, daß der Wille der Erbauer "Zum Segen für das Oestertaler Land" sich erfüllt hat. Aus diesem Grund ist ein kleiner Rückblick sicher angebracht.
Zwei neuzeitliche Einrichtungen, die Eisenbahn und die Ausnutzung des Wassergefälles zur Erzeugung von elektrischem Strom, machten deutlich, daß die Wasserkraft als Antriebskraft zum wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region werden kann. Deshalb überlegten die Herren Ernst und Paul Brockhaus in Himmelmert schon zu Beginn der 90er Jahre, wie man durch die Anlage eines Staubeckens im Ebbetal die Ausnutzung der Wasserkraft verbessern könnte. Bei großer Trockenheit kamen die am Oesterbach gelegenen Fabriken oft in arge Verlegenheit, und wenn im Herbst oder Frühjahr große Wassermassen zu Tal stürzten, bangten die Wasserwerkbesitzer um ihre Anlagen.
Als man im Jahre 1895 den Bau der Eisenbahn unter dem Namen "Plettenberger Kleinbahn" in Plettenberg beschloß und diese auch bald darauf gebaut wird, forcieren die beiden Brockhäuser ihre Bemühungen um ein Staubecken.
Am 31. Januar 1896 treffen sich im Hotel Böley am Maiplatz mehrere Fabrikbesitzer zur Gründungsversammlung einer Wassergenossenschaft. Im Gründungsprotokoll vermerkt Paul Brockhaus: "Die heute im Hotel Böley versammelten Besitzer der an der Oester gelegenen Wasserwerke erklären sich hierdurch bereit, eine Wassergenossenschaft zum Bau einer Talsperre auf Grund des anliegenden Kosten-Anschlages von Herrn Professor Intze (Aachen) im Ebbetal oberhalb Himmelmert zu bilden, falls das erforderliche Anlage-Kapital in der Weise beschafft werden kann, daß kein Werksbesitzer weder zur Beschaffung noch zur Zurückhaltung eines Theilbetrages desselben verpflichtet ist. Die pro Jahr für die Verzinsung, Amortisation und Unterhaltung aufzubringenden Kosten sollen nach dem von jedem Werke benutzten Wasserquantum und Gefälle, welche durch einen vereidigten Sachverständigen jährlich festgestellt werden sollen, sowie im Verhältnis zu der Entfernung vom Bahnhof Plettenberg aufgebracht werden. - Zur weiteren Beschlußfassung soll in den nächsten Tagen eine nochmalige Zusammenkunft, zu der auch der königliche Landrat Dr. Heydweiller eingeladen werden soll, stattfinden."
Dieses Protokoll unterzeichneten für ihre Firmen: Paul Brockhaus, Ernst Brockhaus & Co., H. Hammerschmidt, Allhoff, Carl Reinländer, W. W. Kissing, Peter Kaiser, Fr. Hammerschmidt, W. Niggemann, Kühne, Fischer und Groote und Arthur Neumann.
Alle wollen die Baukosten tragen
Genau eine Woche später, am 6. Februar 1896, kommen die Wasserwerksbesitzer wieder im Hotel Böley zusammen. Diesmal kann man den königlichen Landrat Dr. Heydweiller begrüßen, der auch den Vorsitz bei der Versammlung führt.
Wie das "Süderländer Wochenblatt" in seiner Ausgabe vom 8. Februar schreibt, scheint 1896 die "Frage einer Thalsperre nun einer Lösung nahe geführt". Die Zahl der anwesenden Wasserwerksbesitzer entsprach etwa 80 Prozent der die Wasserkraft des Oesterbaches nutzenden Fabrikbesitzer. Sie beschlossen zunächst die zur Bildung einer Wassergenossen- schaft notwendigen Unterlagen nämlich: genaue Projektzeich- nungen, ein tabellarisches Verzeichnis des Wasserver- brauches und des Gefälles der einzelnen Werke, Unter- suchungsergebnisse des erforderlichen Steinmaterials usw. zu beschaffen. Die dafür aufzuwendenden Kosten beschloß man gemeinsam aufzubringen.
Die Fabrikanten W. Kissing, Karl Mylaeus und Paul Brockhaus wurden einstimmig als Mitglieder eines provisorischen Vorstandes gewählt. Paul Brockhaus übertrug man die Aufgabe, die notwendigen Korrespondenzen und die Einleitung der Verhandlungen mit den in Frage kommenden Persönlichkeiten zu führen.
Als wesentliches Moment für das Zustandekommen des Projektes sah man 1896 eine Weiterführung der im Bau befindlichen Schmalspurbahn bis ins Oestertal. Die Beförderung der außer Steinen zum Verbauen (rund 20.000 cbm Mauerwerk) notwendigen Materialien sei per Achse (Pferdefuhrwerk) wohl zu teuer und könne nur per Schiene durchgeführt werden. Die Bahn hätte andererseits durch die Beförderung dieser Massengüter zunächst eine hohe Einnahme und würde nach Fertigstellung der Talsperre, infolge des dadurch bestimmt zu erwartenden Aufschwunges der Industrie im Oestertal, auch in Zukunft gute Ergebnisse erzielen.
"Wir wollen 3 Millionen Kubikmeter!"
In den nun folgenden Jahren folgten Untersuchungen über Zuflußmengen und Bodenbeschaffenheit im Bereich der geplanten Sperre. Erst die guten Ergebnisse dieser Untersuchung ließen dann die Baupläne greifbare Formen annehmen.
Ein Telegramm des Prof. Intze aus Aachen vom 14. November 1899 besagt: "Drei Millionen Stauinhalt Oestertaler kostet 1,1 Millionen Mark - stop - 2,5 Millionen cbm Inhalt 920.000 Goldmark - stop - Brief unterwegs - stop - Entscheidung wie groß Sie wünschen - stop - morgen erwünscht - stop - da Dienstag Sitzung des Vorstandes - stop - Intze." Die Antwort lautete: "Wollen an 3 Millionen festhalten - stop - Brief unterwegs - stop - Brockhaus."
Im gleichen Jahr 1903, in dem auch die Verlängerung der Kleinbahn bis ins Oestertal fertiggestellt wurde, erhielt die Genossenschaft die Baugenehmigung zur Anlage der Talsperre.
08.April 1978 - Oestertalsperre feiert ihr 75-jähriges Bestehen